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Götter

© ars magnifica 2012

Fotos: Rolf Kißling, Kiel
Die zwölf Olympischen Gottheiten

Hera

oben: Bardiglio, 0,60 m
unten: Rosso Laguna, 0,55 m

 


Hera, Gemahlin und Schwester des Zeus, Beschützerin von 
Ehe und Geburt, Beherrscherin des Himmels,

Hera, eine stattliche und kraftvolle Frau, ist als Einzige
würdig, die Gattin des Zeus zu werden. Als Sinnbild für den 
Lebenskreis der Frau verbindet sie mädchenhaftes und frau-
liches, kann aber auch als Witwe gesehen werden, da ihr 
Mann oft anderen Frauen den Vorzug gibt, sie ihrerseits 
tugendhaft und somit auch allein bleibt. 
Einem Wirbelwind gleich, intrigiert sie häufig hinter dem
Rücken des Zeus gegen ihre potentiellen Rivalinnen.
Ihr herrisches, zänkisches Wesen und ihren oft unversöhn-
lichen Haß bekommen ihre Gegner zu spüren. Scheinbar
leichtfüßig schwebt sie über den Dingen und trägt doch gleich-
zeitig schwer an ihrer Last, die sie wiederum durch Kraft und
Geschwindigkeit im Handeln kompensiert. Nicht selten rotiert
sie dabei um ihre eigene Achse, was ein Fortkommen nicht
unbedingt erleichtert. Dennoch besitzt sie eine empfindsame
und verletzbare Seele, die sie oft nur durch impulsiven Aktio-
nismus zu schützen weiß.